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Dies ist Teil 1 zur Serie „Ziele setzen und erreichen“. Im ersten Teil erkläre ich dir 5 Gründe, warum du deine Ziele nicht erreichst.

Inhalt
Jeder hat sich schon einmal im Leben Ziele gesetzt, sei es als Neujahrsvorsatz oder zu einem runden Geburtstag.
- „Dieses Jahr nehme ich 10 kg ab, um für die Badesaison gut auszusehen.“
- „Jetzt, mit 40, mache ich täglich Sport, um fit zu bleiben.“
Wer kennt das nicht?
Um dein Ziel zu erreichen, hast du dich dann an die Planung gemacht.
Im Internet hast du die bekannte Zielsetzungsmethode SMART gefunden und so dein Ziel definiert.

Die SMART-Methode ist eine der bekanntesten Methoden zur Definition und Umsetzung von Zielen. Diese Methode wird vor allem im unternehmerischen Bereich genutzt.
Die 5 Buchstaben S. M. A. R. T. sind Abkürzungen der Kriterien.
Bravo!
Schon mal einiges richtig gemacht!
Zu Beginn bist du noch voller Energie und du verfolgst dein Ziel mit großer Motivation.
Während die Zeit vergeht, glaubst du, es kann dich nichts aufhalten. Aber dann setzt langsam der Alltag ein und der innere Schweinehund bellt leise.
Plötzlich stößt du auf den ersten Widerstand:
- „Ich habe heute keine Lust auf Sport!“
- „Ich will lieber Pizza essen als Hühnchen mit Gemüse.“
Du machst heute einmal eine Ausnahme. Kein Problem.
Einmal ist keinmal, zweimal ist zweimal zu viel.
Wer sich eine zweite Ausnahme gönnt, hat den Kampf gegen sich selbst schon verloren.
Die hochgesteckten Ziele verschwimmen langsam und irgendwann sind sie ganz vergessen.
Schon wieder einmal hast du deine Ziele nicht erreicht und fragst dich: Warum nur?
Ich erkläre dir 5 Gründe, warum du deine Ziele nicht erreichst.
5 Gründe, warum du deine Ziele nicht erreichst:

1. Du hast dein Warum vergessen:
Der wahrscheinlichste Grund ist, dass du nicht (mehr) weißt, WARUM du dir dieses eine Ziel gesetzt hast.
Beim Zielesetzen geht es sehr häufig schnell um das WAS (das Ergebnis des Zieles) und das WIE (Mittel und Fähigkeiten).
Regelmäßig wird aber das WARUM vergessen.
- Warum will ich dieses Ziel erreichen?
- Warum will ich dieses Ergebnis erzielen?
- Warum will ich das?
Ohne ein starkes Warum scheiterst du in schwierigen Momenten. Dein Warum gibt dir die Energie und Disziplin, um langfristig durchzuhalten.
2. Dein Ziel erzeugt die falschen Ergebnisse:
Ziele können zu falschen Ergebnissen führen. Es sind Ziele, die nur externen Bestrebungen folgen, ohne mit deinen Überzeugungen und Werten übereinzustimmen. Solche Ziele können negative Konsequenzen mit sich bringen.
Ein unrealistisches Ziel wie „10 kg in 3 Monaten abnehmen“ kann Stress und den bekannten Jojo-Effekt verursachen. Du wirst vielleicht kurz das gewünschte Ergebnis deines Wunschgewichtes erreichen, in der Regel wird es aber nicht lange anhalten. Wahrscheinlicher ist, dass du durch das exzessive Runterhungern und Trainieren deine Gesundheit gefährdest.
Ein Ziel, das keinen positiven Einfluss auf dein Leben hat und keinen längerfristigen Benefit für dein allgemeines Wohlbefinden ergibt, sollte überdacht werden.
3. Du verlierst dich im WIE:
Die Frage nach dem WIE beantwortet, mit welchen Mitteln und Fähigkeiten du dein Ziel erreichst.
Deswegen befinden sich gut gesetzte Ziele immer etwas außerhalb der eigenen Komfortzone. Es müssen die geeigneten Mittel beschafft und neue Fähigkeiten erworben werden.
Doch oft vermeiden wir, die Komfortzone zu verlassen, und prokrastinieren.
Prokrastination bezeichnet das regelmäßige und kontraproduktive Aufschieben von notwendigerweise zu erledigenden Aufgaben.
Also putzen wir lieber das Bad, als eine Stunde Sport zu treiben.
Wir beschäftigen uns lieber mit Belanglosem und verlieren uns im WIE, während wir glauben, an unserem Ziel zu arbeiten.
4. Dein Ziel ist gar nicht dein Ziel:
Die eigenen Handlungen, Wünsche und auch Ziele sind stark von der Gesellschaft und dem sozialen Umfeld (Familie, Freunde, Partner*in) geprägt.
Weiß man selbst nicht wirklich, was man vom Leben will, lässt man sich subtil und unbewusst von anderen beeinflussen.
- „Was andere wollen, will ich auch!“
Von außen kann auch ein Erwartungsdruck aufgebaut werden, dem man glaubt, verpflichtet zu sein.
Ziele sind Wunschvorstellungen, denen eine Richtung gegeben wird. Geben wir diese Richtung nicht selbst vor, werden andere unsere Richtung bestimmen.
5. Die Umstände haben sich geändert:
Äußere Faktoren wie Wetter oder Unfälle können jederzeit passieren. Sie liegen außerhalb der eigenen Kontrolle und zwingen dazu, vom geplanten Ziel abzuweichen.
Ziele können im Laufe des Erreichens angepasst oder verändert werden. Die Zielerreichung ist nie in Stein gemeißelt und ein Abweichen hat nichts mit Misserfolg oder Versagen zu tun.
Auf Umstände flexibel zu reagieren, ist eine wichtige Fähigkeit im Leben.
Am Ende sind Ziele nur Wunschvorstellungen und diese können sich jederzeit ändern und angepasst werden.
Fazit:
Ohne ein klares Warum fehlt die Motivation, besonders in schwierigen Zeiten durchzuhalten.
Ziele, die nicht mit deinen inneren Überzeugungen und Werten übereinstimmen, können zu falschen Ergebnissen führen.
Prokrastination täuscht Arbeit am Ziel vor.
Gesellschaft und soziale Erwartungen können die eigenen Ziele überdecken.
Äußere Faktoren beeinflussen unsere Ziele, diese können jedoch jederzeit angepasst und verändert werden.

Manchmal fehlt uns einfach die Kraft, mit irgendetwas im Leben anzufangen. Hier findest du 7 praktische Tipps für mehr Motivation im Alltag.
So geht’s weiter:
Möchtest du mehr über das Thema „Ziele setzen und erreichen“ erfahren? Dann schaue dir meinen zweiten Teil zum Thema an.

Hier geht es direkt weiter zu Teil 2 der Serie „Ziele setzen und erreichen“: Wie du Ziele richtig setzt.
Gleich hier weiterlesen:
- Positive Affirmationen: Wie sie wirken – und wie sie sich von Manifestieren und Visualisieren unterscheiden

- Auf in ein neues Jahr: 365 neue Tage voller Möglichkeiten – Dein inspirierender Ausblick auf das Beste im neuen Jahr

- Ziele für das neue Jahr setzen: Mit der SMART-Regel ein erfolgreiches neues Jahr gestalten











Ja, richtig gut auf den Punkt gebracht. Man braucht ein klares Warum und Ziele im Leben, die man sich vor Augen halten kann. Wenn man nicht weiß, wohin man will, wie soll man sich dann zurecht finden.
Ich schlimmsten Fall dreht man sich im Kreis
Hallo Sara,
danke für deinen Kommentar. Ich freue mich zu sehen, dass du dir meinen Artikel durchgelesen hast und dass dir meine Tipps gefallen haben.
Ich denke, sein WARUM zu kennen, ist der wichtigste Schritt bei der Zielfindung.