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Wie du Ziele richtig setzt

24, März 2025 | Blog, Mindset & Selbstmotivation | 0 comments

Glyphe: LEARN

Geschätzte Lesedauer: 7 Minuten


In diesem Artikel erfährst du, was Ziele sind, wie sie sich in spezifische und allgemeine Ziele unterteilen lassen und warum unser Leben nicht wie ein Unternehmen geführt werden muss. Im Hauptteil zeige ich dir, wie du Ziele richtig setzt.

Teil 1 noch nicht gelesen? Dann starte doch gleich hier: „5 Gründe, warum du deine Ziele nicht erreichst.“

Was sind Ziele?

Ein Ziel ist eine klar formulierte Absicht, die auf einen erstrebenswerten Zustand oder ein bestimmtes Ergebnis hinarbeitet. Ziele können in naher, mittlerer oder ferner Zukunft liegen. Sie lassen sich auch nach Lebensbereichen unterscheiden: Gesundheit, Selbstverwirklichung, Karriere, Familie und mehr.

Trotz dieser Vielfalt gibt es zwei grundlegende Arten von Zielen.

Spezifische und allgemeine Ziele

Grundlegend lassen sich zwei Arten von Zielen definieren. Spezifische Ziele und allgemeine Ziele.

Spezifische Ziele

Spezifische Ziele richten sich nach äußeren Bestrebungen.

Beispiel: „Ich will 5 kg abnehmen, um im Bikini oder in der Badehose gut auszusehen.“ Diese Ziele sind beliebt, weil sie ein klares Ergebnis verfolgen, leicht planbar und messbar sind. Sie wirken wie ein GPS, das uns eine klare Richtung vorgibt.

Die SMART-Methode aus dem Management hilft, solche Ziele präzise zu formulieren. Sie zeigt dir, was du bis wann tun musst, und hilft dir, bei Abweichungen gegenzusteuern. Spezifische Ziele setzen viel Energie frei und motivieren stark.

Allgemeine Ziele:

Allgemeine Ziele zielen auf innen gerichtete Bestrebungen (Wertevorstellungen) und Prozesse ab.

Beispiele: „Ich will gesünder leben“ oder „Ich will meine Schreibfähigkeiten verbessern.“

Sie sind oft nützlicher als spezifische Ziele, da sie keinen festen Endpunkt haben. Stattdessen fördern sie ein kontinuierliches Vorankommen und sind im Einklang mit unseren Wertevorstellungen.

Das Leben ist kein Unternehmen

Eine goldene Regel der Zielsetzung ist, dass „Fortschritt messbar sein muss, sonst sinkt die Wahrscheinlichkeit für die Zielerreichung“. Diese Regel stammt aus dem Unternehmensmanagement, wo alles auf Ergebnisse und Gewinnoptimierung ausgerichtet ist. Doch das Leben funktioniert anders.

Nicht jedes Ziel muss messbar sein. Manchmal zählt der Prozess mehr als das Ergebnis. Ziele, die sich leicht messen lassen, verfolgen oft äußere Bestrebungen – und diese machen uns selten wirklich glücklich. Ein hoher Verdienst mag erstrebenswert sein, doch ob er Zufriedenheit bringt, ist fraglich.

So setzt du Ziele richtig

1. Prüfe das Ergebnis.

Überlege, ob dein Ziel langfristig einen positiven Mehrwert für dein Leben bietet. Ziele, die nur kurzfristig wirken oder sogar zu falschen Ergebnissen führen, solltest du überdenken.

  • Beispiel: „Ich will mein Gewicht reduzieren, indem ich auf eine gesunde Ernährung achte.“

Kurzfristige Entbehrungen sind in Ordnung, wenn sie langfristig zu einem besseren und erfüllteren Leben führen.

2. Finde dein Warum

Viele scheitern an ihren Zielen, weil sie ihr „Warum“ nicht kennen. Dein Warum ist die Quelle deiner Motivation und ohne es wirst du in schwierigen Momenten aufgeben.

  • Beispiel: „Ich will mein Gewicht reduzieren, weil ich ein gesundes, glückliches und ausgeglichenes Leben führen will.“

Bevor du dein Ziel planst, überlege dir, warum du es erreichen möchtest. Am besten schreibst du es sogar direkt auf. 

3. Kombiniere deine Ziele

Spezifische Ziele motivieren und sind leicht zu verfolgen, allgemeine Ziele machen langfristig glücklicher. Du kannst spezifische Ziele immer unter ein allgemeines Ziel unterordnen. So kombinierst du beide miteinander und kannst mehr für dich herausholen.

  • Beispiel: „Ich will 5 kg abnehmen (spezifisches Ziel), indem ich auf meine Ernährung achte (allgemeines Ziel), weil ich ein gesundes, glückliches und ausgeglichenes Leben führen will.“

4. Verlasse deine Komfortzone

Ein gutes Ziel fordert dich immer etwas heraus. Es sollte dich motivieren, Neues zu lernen und auszuprobieren, ohne dich dabei zu überfordern. Persönliches Wachstum entsteht nur außerhalb der eigenen Komfortzone. Formuliere deine Ziele immer als Herausforderung und traue dich, aus deiner bekannten und bequemen Bubble herauszukommen.

  • Beispiel: „Ich will 5 kg abnehmen, indem ich auf meine Ernährung achte und regelmäßig Sport treibe (Herausforderung), weil ich ein gesundes, glückliches und ausgeglichenes Leben führen will.“

5. Setze Zwischenziele:

Große Ziele wirken oft überwältigend und liegen in weiter Ferne. Zerlege sie in kleinere Schritte, die du nach und nach erreichst. Feiere den Erfolg beim Erreichen jedes Zwischenzieles. Dadurch hältst du dich langfristig motiviert und bekommst das Gefühl, schneller voranzukommen.

  • Beispiel: „Ich will jeden Monat bis zum Sommer 1 kg abnehmen, indem ich auf meine Ernährung achte und dreimal pro Woche Sport treibe, weil ich ein gesundes, glückliches und ausgeglichenes Leben führen will.“ (Zwischenziele: Januar -1 kg, Februar -1 kg, März -1 kg usw.)

6. Überprüfe deine Zielsetzung

Manchmal merken wir erst unterwegs, dass ein Ziel nicht mehr zu uns passt. Das ist kein Scheitern, sondern eine Chance, die Richtung zu ändern. Ziele sind keine starren Vorgaben, sondern Wegweiser. Läufst du in die falsche Richtung, kannst du diese jederzeit ändern.

  • Ich will jeden Monat bis zum Sommer mein Gewicht um 1 Kg reduzieren, indem ich achte auf meine Ernährung und werde dreimal pro Woche Sport treiben, weil ich ein gesundes, glückliches und ausgeglichenes Leben führen will.

Fazit

Der chinesische Philosoph wollte damit ausdrücken, dass der Prozess (Weg) wichtiger ist als das angestrebte Ziel.

Ziele spiegeln deine Wünsche, Träume und Werte wider.

Sie geben dir Orientierung und sollten dein allgemeines Wohlbefinden steigern.

Kennst du dein Warum, findest du eine unerschöpfliche Quelle für Motivation und Energie.

Die Kombination aus spezifischen und allgemeinen Zielen ist entscheidend.

Und: Ziele sind nicht in Stein gemeißelt.

Wenn sie nicht mehr zu dir passen, ändere sie.

Starrs Festhalten kann mehr schaden als nützen.

In meinem Teil 3 zum Thema „Ziele setzen und erreichen“ lernst du, ab wann du deine Ziele aufgeben solltest.

Hier geht es direkt weiter zu Teil 3: Wie uns falsche Ziele voranbringen.


Leseempfehlung zum Blogartikel

Wenn du noch tiefgründigere Informationen über Zielsetzung suchst, dann kann ich dir den Blogbeitrag von Mark Manson: The Complete Guide to Goal Setting (Backed by Science) empfehlen. Dieser Beitrag bietet dir einen vollständigen Leitfaden (wissenschaftlich fundiert) zum Thema Zielsetzung.


Gleich hier weiterlesen:

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