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Inhaltsverzeichnis:
Unsere Tage sind fest getaktet.
Oftmals schon vorbei, bevor diese richtig angefangen haben.
Manchmal wissen wir gar nicht, wo unsere Zeit geblieben ist.
Einfach so verpufft.
Wir versuchen, nur das Karussell des Lebens am Laufen zu halten.
So schnell ist Zeit verschwendet, die Motivation im Alltag verpufft.
Was weg ist, ist weg.
Ein Tag vorbei und damit einer weniger vom Gesamten.
Brauchst du ein paar wertvolle Tipps für mehr Motivation?
Dann lies einfach weiter, ich biete dir ein paar Ideen an, wie man wieder mehr Motivation im Alltag findet.
Was wir im Gesamten von unserem Leben haben
Im Gesamten haben wir von unserem Leben als Frau durchschnittlich zirka 30.360,7 Tage.1
Männer haben nur 28.590,45 Tage.
Davon verschlafen wir circa 8760 Tage.
Zum Glück sind wir die Hälfte (zirka 4380 Tage) davon nur vor unserem Fernseher am Faulenzen.
Eine gute Zahl, finde ich, sind die Tage, die wir arbeiten. Es sind nur 2920 Tage.
Damit bleiben uns für den Rest noch 5540 Tage übrig.
Als Frau ziehst du bitte noch mal grob 1661 Tage für Haushalt und Mobilität ab.
Bleiben wir ehrlich! Die Mehrarbeit machen ja ohnehin wir, also können wir die gerne auch auf unser Zeitkonto hauen.
Es bleiben uns also unterm Strich 3879 Tage übrig.
Umgerechnet sind das etwas mehr als 10 Jahre.
10 Jahre, die dir zu deiner freien Verfügung stehen.
Du kannst es deine Freizeit nennen.
Die gute Nachricht ist: Das ist schon mal mehr, als wir im Leben arbeiten.
Trotzdem sind das zwei Jahre weniger als unsere verbrachte Zeit vor dem Fernseher.
Wie bitte?
Wir verbringen mehr Zeit vor dem Fernseher als mit dem, was wir lieber machen würden!
Dem vorausgesetzt ist, dass du weißt, was du gerne machst.
Vielleicht liegt genau hier das Problem.
Wir verbringen so viel mehr Zeit vor dem Fernseher, weil wir einfach nicht wissen, was wir lieber tun würden.
Man müsste sich aufraffen, müsste anfangen, nachzudenken, das eigene Leben reflektieren.
Und dann würde man feststellen, dass 3879 Tage verdammt wenig Zeit sind.
Das ist nicht gerade motivierend, und deshalb fängt man gar nicht erst an. Die Energie hat man ohnehin schon an all den anderen Tagen verbraucht, die unsere Gesamtlebenstage verringern. Man ruht sich vor dem Fernseher besser aus und betäubt mit Netflix und Co. die innere Unzufriedenheit. Und wenn das nicht reicht, kann man seine Zeit immer noch in den sozialen Medien verträumen.
Wir können diesen Zustand akzeptieren und so weitermachen.
Kein Problem.
Am Ende hast du nur 10 Jahre deines Lebens verloren.
Im Vergleich vielleicht eine gute Bilanz.
ABER!
Mir ist das zu viel.
Viel zu viel.
Ich will kein Jahr, keinen Monat, keine Woche und schon gar keinen Tag mehr verlieren.
Ich will sogar mehr Zeit.
Mehr Freizeit.
Deswegen mache ich keine Kompromisse mehr.
Keine verlorenen Tage mehr.
Aber wie?
Wie schafft man es, keine Tage mehr zu verlieren?
Ich verrate dir, wie.
Die Erkenntnis wird dich vom Stuhl hauen.
Ein bisschen Motivation für den Anfang
Alles, was du brauchst, ist nur ein bisschen Motivation, um anzufangen.
Das ist alles.
Ich hab’s dir doch gesagt, die Erkenntnis wird dich vom Stuhl hauen.
Anfangen bedeutet jedoch nicht, dass du sofort wissen musst, was du mit deinen 10 Jahren am liebsten machen willst. Du musst nicht alle Antworten auf die großen lebensverändernden Fragen sofort parat haben. Sich die richtigen Fragen zu stellen und Antworten zu finden, kommt viel, viel später.
Aber wenn du was ändern willst in deinem Leben, dann musst du langsam in Bewegung kommen.
In etwa so, wie wenn du dich von der Couch aufraffst, um dir eine Tüte Chips zu holen.
Es ist ein kleiner Schritt für dich, aber ein großer Schritt für die Men…
Ich schweife ab.
Wie fängt man denn nun endlich an?
Wie findet man Motivation dafür?
6 Tipps für mehr Motivation im Alltag
Ich biete dir 6 Tipps an, wie man seine Motivation findet, um anzufangen. Damit du in Bewegung kommst und keine Tage mehr verlierst.
Also lass uns anfangen …

Tipp Nr. 1: Fang einfach mit IRGENDETWAS an.
Fange einfach mit irgendetwas an.
Bahnbrechender Ratschlag. Ich weiß, aber …
Motivation ist nicht etwas, das wir einfach so besitzen oder eben nicht.
Es generiert sich aus unserem Tun durch das ständige Wiederholen kleiner Handlungen.
Zum Beispiel raffst du dich auf, um das Waschbecken im Bad zu putzen. Motiviert von diesem kleinen Erfolg putzt du auch den Spiegel, dann die Dusche und das Klo.
Dieses Prinzip funktioniert genauso für die schönen Dinge im Leben.
Fange mit irgendetwas an, das du gerne tust oder von dem du glaubst, es würde dir Spaß machen.
Fang zum Beispiel an, ein paar Seiten in einem Buch zu lesen.
Nur ein paar Seiten, jeden Tag.
Und ehe du dich versiehst, hast du das ganze Buch gelesen und ein anderes angefangen.
So einfach ist es.
Tipp Nr. 2: Kleine Schritte
Wenn wir es endlich geschafft haben, uns aufzuraffen und anzufangen, dann wollen wir gleich alles auf einmal. Wir wollen nach dem geputzten Bad noch schnell die Küche sauber machen, das Wohnzimmer aufräumen, den Schrank ausmisten etc.
Diesen unerwarteten Anflug von Motivation muss man ja schließlich ausnutzen.
Man möchte dann gleich ALLES auf einmal im Leben aufräumen.
Spätestens auf halbem Weg in die Küche haben wir unseren Antrieb aber verloren und landen erschöpft wieder auf der Couch.
Vor dem Fernseher.
Man hat sich dann doch überschätzt.
Fange klein an.
Kleine Schritte führen ans Ziel.
Nutze den ersten Schwung, um dir zu zeigen, dass du Motivation für Dinge aufbringen kannst. Heute putze ich das Bad, morgen die Küche.
Finde deinen Rhythmus, um im Takt zu bleiben. Weiter unten erkläre ich dir, wie.
Wenn du gerne wieder mehr lesen willst, fange mit einem kleinen Buch an.
Das hast du schnell durch und kannst den ersten Erfolg feiern.
Wenn du wieder mehr Sport treiben willst, dann gehe erst mal nur spazieren, nimm öfters das Fahrrad oder mache eine kurze, leichte Sporteinheit.
Wenn du dich gesünder ernähren willst, dann ändere nur eine deiner schlechten Essgewohnheiten. Zum Beispiel keine Chips mehr vor dem Fernseher.
Fange nicht an, alles auf einmal zu ändern.
Mache kleine Schritte und versuche, einen Rhythmus für dich zu finden.
Tipp Nr. 3: Im Takt bleiben
Weiter oben habe ich dir gesagt, dass du einen Rhythmus brauchst, um im Takt zu bleiben.
Viele einzelne kleine Schritte erlauben dir, den Takt zu halten.
So findest du einen Rhythmus.
Waschbecken wischen heute, Dusche putzen morgen, 5 Seiten lesen heute, 6 Seiten lesen morgen.
„Wir sind, was wir wiederholt tun. Exzellenz ist also keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.“
– Aristoteles
Schaffst du es, im Takt zu bleiben und wiederholt kleine Dinge zu erledigen, dann solltest du diesen Erfolg feiern.
Tipp Nr. 4: Feiere dich für jeden Sch…
Feiere jeden Erfolg.
Als wir Kinder waren, wurden wir ständig für alles gefeiert.
Du hast dir den Löffel in den Mund gesteckt und nicht in die Nase! Wow! Klasse!
Du hast eine Muschel am Strand gefunden. Wow, das hast du toll gemacht!
Du hast eine Blume im Picasso-Stil gemalt. Wow, das ist ja eine großartige Blume!
Das hat uns beflügelt und machte uns glücklich.
Je älter wir werden, desto weniger werden wir überhaupt noch für irgendetwas gelobt oder für irgendeinen Erfolg gefeiert.
Kein Anschiss ist Lob genug.
Aber für Lob brauchst du auch niemanden außer dich selbst.
Feiere dich für jeden Sch…
Du hast das Bad geputzt. Wow, das habe ich toll gemacht!
Du hast 3 Seiten in deinem Buch gelesen. Wow, bin ich klasse!
Du hast dein Bett gemacht. Ich verneige mich vor mir selbst!
Das klingt für dich absurd?
Vielleicht, aber wir trainieren uns damit selbst, Motivation aus den noch so kleinen, unscheinbaren Erfolgen des Lebens zu generieren.
Denn wir brauchen eine Menge Motivation für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.
Warum also nicht Motivation aus jedem kleinen Erfolg generieren?
Du kannst sogar noch einen absurden Schritt weitergehen.
Tipp Nr. 5: Sich selbst belohnen
Aber wie halten wir durch?
Wie geht es weiter, wenn wir angefangen haben?
Immer wieder und wieder das Gleiche tun? Wiederholung jeden Tag, jede Woche, jeden Monat?
Heute Bad putzen, morgen Küche aufräumen und übermorgen was?
Nichts.
Lege einen Tag Pause ein. Feiere dich für das, was du die letzten Tage geschafft hast. (Tipp Nr. 4)
Belohne dich selbst.
Küche geputzt, dann bestelle dir zur Belohnung eine Pizza. Damit bleibt die Küche auch länger sauber.
Ganze 5 Seiten in einem Buch gelesen. Klasse, das habe ich toll gemacht! Kauf dir als Belohnung ein neues Buch. Damit hast du dann auch schon gleich neuen Lesestoff parat.
Wenn wir lange in Bewegung bleiben wollen, um unser Leben aufzuräumen, dann brauchen wir auf diesem Weg Belohnungen.
Belohnungen können unsere Motivation zusätzlich ankurbeln und helfen uns, lange im Takt zu bleiben. (Tipp Nr. 3)
Bevor du dich jetzt aber selbst belohnst, weil du diesen Artikel schon fast bis zum Ende gelesen hast, musst du noch kurz dranbleiben.
Kommen wir zum letzten Tipp, den ich mit dir teilen will.
Tipp Nr. 6: Faulenzen erlauben
Der Fehler, den wir oft alle begehen, wenn wir einmal angefangen haben, ist, dass wir ALLES auf einmal wollen.
Hab ich schon einmal gesagt, ich weiß.
Aber Wiederholung ist ja gut.
Hat so ein Grieche, glaub ich, irgendwann einmal gesagt.
Wir erklären Faulenzen zum Feind und wollen es zu 100 Prozent aus unserem Leben streichen.
Meinst du, das wird funktionieren?
Machen wir es kurz, der Artikel ist ja schon lang genug.
Nein, Faulenzen gehört zu unserem Leben und hat sich einen Teil unserer Zeit verdient.
Erlaube dir Faulenzen als Belohnung nach getaner Arbeit. Wir brauchen Entspannung, um unsere Batterien wieder aufzuladen und um dann wieder mit etwas anderem anfangen zu können.
Wir müssen nur lernen, unser Faultier im Zaum zu halten.
Zum Glück ist es ein sehr gemütlicher Zeitgenosse und bekanntlich nicht sehr schnell.
Du kannst ihm entkommen.
Fang einfach mit irgendetwas an.
Eine Sache noch …
Falls du meine Beispiele mit dem Putzen nicht sehr inspirierend fandest und gerne einen anderen Tipp hättest, womit man anfangen kann.
Dann habe ich jetzt zur Belohnung, weil du es bis zum Ende geschafft hast, noch einen wirklich großartigen Tipp für dich.
Einen Gratis-Extra-Tipp
Der bringt dich sogar in Bewegung.
Besorge dir ein kleines Notizbuch, ein Heft oder auch nur ein Stück Papier.
Schnapp dir einen Stift, mit dem es sich gut schreiben lässt.
Feiere diese zwei kleinen Erfolge und halte diese in deinem Tagebuch fest.

Ein Tagebuch zu führen, ist eine großartige Sache und hat einen großen Nutzen für dich. Hier verrate ich dir mehr über das Thema Tagebuchschreiben.
Gleich hier weiterlesen:
- Positive Affirmationen: Wie sie wirken – und wie sie sich von Manifestieren und Visualisieren unterscheiden

- Auf in ein neues Jahr: 365 neue Tage voller Möglichkeiten – Dein inspirierender Ausblick auf das Beste im neuen Jahr

- Ziele für das neue Jahr setzen: Mit der SMART-Regel ein erfolgreiches neues Jahr gestalten

- Für die Berechnung wurden die Daten aus dem Artikel „24 Jahre schlafen – Dafür geht unsere Lebenszeit drauf“ genutzt. Der Artikel erschien am 09.01.2014 auf www.stern.de. (Zugriff auf die Webseite erfolgte am 28.08.2024.) ↩︎









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